Bei der Beteiligung der Oldenburger Kinder- und Jugendlichen an kommunalpolitisch relevanten Themen hat die SPD Fraktion jetzt einen Teilerfolg erzielt. Der Fachausschuss folgte dem SPD -Antrag mit acht von neun Stimmen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, ein Verfahren für ein Jugendparlament/ Jugendbeirat zu entwickeln.
„Dies ist dringend nötig, wie die Proteste der Jugendlichen im Zusammenhang mit den neuen Räumlichkeiten für Offene Jugendarbeit zeigen. Die Jugendlichen waren 2009 bei der Entscheidung, die Räume der ehemaligen Krankenschule im Untergeschoss der Wagrienschule als Jugendzentrum zu nutzen, nicht eingebunden worden.“

Diese Versäumnisse sowie die Erkenntnis eine Fehlentscheidung getroffen zu haben waren bereits Thema der SPD Herbstklausur 2011. (Siehe Veröffentlichungen vom Nov. 2011 / Menüpunkte: Homepage und Presse) Ein von der SPD beantragter Workshop, indem die Wünsche der Jugendlichen zur Organisation, zum Standort, und zu den Angeboten der Offenen Jugendarbeit in Oldenburg erarbeitet werden sollten, brachte eindeutige Ergebnisse
Workshop und eine von der Verwaltung initiierte Fragebogenaktion kommen zu dem Ergebnis, dass 80 % der befragten Jugendlichen, die Räume im Kellergeschoß nicht nutzen werden. Frustrierend ist, wie hartnäckig diese Workshop Ergebnisse zum Standort von der Mehrheit der Entscheidungsträger im Ausschuss ignoriert wurde. Der SPD -Antrag, der den Bürgermeister beauftragen sollte, mit der Ermittlung für neue und größere Räumlichkeiten außerhalb des Jugendzentrum zu beginnen, wurde mit 5 Stimmen abgelehnt. Dennoch bleibt die SPD-Fraktion bei der Standortfrage weiter am Ball und sieht die derzeitige Situation nur als Übergangslösung.
„Die Jugendlichen werden einen langen Atem brauchen, um ihre berechtigten Wünsche durchzusetzen. Ich hoffe, die Motivation bleibt,“ so Fraktionssprecherin Annette Schlichter-Schenck. „Unsere Umlandgemeinden sind in Sachen Jugendarbeit vorbildlich. Es gibt dort aktive Mitbestimmung durch entsprechende Gremien, eigene Räumlichkeiten außerhalb der Schule, eine personell gut ausgestattete Jugendpflege sowie die Vernetzung mit dem Jugendring. Alles Dinge, die wir in Oldenburg aufbauen sollten. Auch fällt auf, dass Entscheidungen in Sachen Jugendarbeit dort eher von einem fraktionsübergreifenden Wohlwollen im Sinne der Jungen Menschen getragen wird mit dem Tenor: Jugend braucht Platz und Raum, um ihre Kreativität ausprobieren zu können.“
Einen kleinen Erfolg in Sachen Krankheitsvertretung kann die SPD Fraktion ebenfalls verbuchen. So wird die halbe Stelle der Stadtjugendpflegerin vorübergehend bis zur Gesundung des Stadtjugendpflegers auf eine volle Stelle aufgestockt.
Oldenburg, 12.03.2012