Schulentwicklungsplanung: Grundschule(n) ja; aber wo?

Veröffentlicht am 17.12.2013 in Aktuelles

Für das kommende Schuljahr 2014/2015 wird es an beiden Grundschulstandorten in Oldenburg in Holstein ,nämlich der Wagrienschule und der Grundschule am Wasserquell Einschulungen für das erste Schuljahr geben.

In der Stadtvertretung am 10.12.2013 gab es dafür ein einstimmiges Votum, obwohl im Fachausschuss gesellschaftliche Angelegenheiten am 25.11.2013 etwas Anderes Beschlossen wurde.

Überrascht wurden auch die SPD Fraktionsmitglieder am 25. November 2013 im kurzfristig anberaumten Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten mit den Anmeldezahlen der Grundschüler/innen für das Schuljahr 2014/15. Es hat eine Abstimmung mit Füßen stattgefunden, so dass nur noch 13 Kinder an der Wagrienschule angemeldet wurden, dagegen 59 Kinder an der Wasserquell Schule, die damit drei erste Klassen beschulen kann. 13 Schüler/innen reichen laut Schulamt jedoch für eine eigenständige Klasse an der Wagrienschule nicht aus.
Die Wagrienschule hat deshalb in Absprache mit dem Schulamt nach Lösungen für das Schuljahr 14/15 gesucht und vorgeschlagen, die 13 angemeldeten Erstklässler in jahrgangsübergreifendem Unterricht in den Fächern Sport Musik und eventuell Religion zu beschulen.
In der Ausschusssitzung fehlten fehlten allerdings nicht nur den SPD Mitgliedern entscheidende Informationen.
Sind die Eltern über den Jahrgangsübergreifenden Unterricht informiert? Wie sieht die Praxis aus? Sind auch die Eltern der jetzigen Ersten Klasse für diese Lernform bereit? Ziehen die Eltern unter diesem Aspekt eine Ummeldung vor?
Schulleitung, und Stadtverwaltung holten in einem extrem kurzen Zeitraum die fehlenden Gespräche mit den betreffenden Eltern am 2.12. 2013 sowie die Beratung und die Beschlussfassung in einer außerordentlichen Schulkonferenz am 3.12.2013 nach. „Selbstverständlich war unsere Fraktion bei allen Gesprächen dabei, um sich vor Ort ein persönliches Meinungsbild zu machen,“ so Schlichter-Schenck. „Leider nutzten nicht alle Fraktionen diese Möglichkeit.“
„Nachdem alle Eltern der Einzuschulenden, mittlerweile 13 Kinder, ihren Wunsch an einer Beschulung unter der Bedingung des jahrgangübergreifenden Unterrichtes der Stadt gegenüber bestätigt haben, ein entsprechender Beschluss der Schulkonferenz vorliegt und die Elternvertretung der 1. Klasse, die von der Maßnahme ebenfalls betroffen ist, ihr einstimmiges Einverständnis gegeben hat, ist die Entscheidung für die SPD Fraktion klar. „Wir werden für das Schuljahr 2014/15 den Elternwillen berücksichtigen, zumal die Eltern im Vertrauen auf ihre freie Schulwahl nach § 24 Schulgesetz bei der Anmeldung darauf vertraut haben, ihre Wunschschule für ihr Kind zu bekommen,“ bestätigt Schlichter-Schenck.
„Ob es bei abnehmenden Geburtenzahlen und damit Schülerzahlen in Zukunft zwei Grundschulstandorte in Oldenburg geben wird, ob es eine reine Grundschule oder ein Schulzentrum von Grund-und Gemeinschaftsschule geben wird, ob es sinnvoll ist, Anmeldezahlen durch Kapazitätsbeschränkungen zu steuern wird besonders unter den Aspekten von Aufrechterhaltung der Offenen Ganztagsschulen, Raumnutzungen und Raumbedarf des Jugendtreffs sowie Vernetzung mit Schulsozialarbeit stattfinden. Dabei berücksichtigen wir natürlich den Aspekt, dass die Gemeinschaftsschule Wagrienschule zwingend eine Offene Ganztagsschule braucht.“
Alle Eltern sollen jedenfalls im Herbst 2014 bei der Anmeldung für das Schuljahr 2015/ 16 wissen, woran sie sind. Die Entscheidungsfindung muss dann abgeschlossen sein.